Lokale Geschichte im alten Forsthaus Fallingbostel

Seit 15 Jahren ist die "Archäologische Arbeitsgemeinschaft e.V." auf der Suche nach einem festen Domizil in Fallingbostel. Jetzt bahnt sich eine Lösung an: Die Stadt will das mittlerweile leer stehende eigene Gebäude in der Michelsenstraße 1 zur Verfügung stellen. Bis zu 100.000 Mark sind im Haushalt für Umbaumaßnahmen vorgesehen.

[Fallingbostel.] Schon 1985 verlegte die Gemeinschaft ihren Sitz von Walsrode nach Fallingbostel. Die Kreisstadt stellte "als Zwischenlösung" Räume im ehemaligen Schulwärterhaus in der Michelsenstraße 2a zur Verfügung. Später kamen Magazinräume in der alten Dorfmarker Schule dazu. Die ursprüngliche Planung sah die Einrichtung eines Museums vor. Doch alle Pläne scheiterten aus finanziellen oder organisatorischen Gründen: Die ehemalige Jugendbildungsstätte Oerbke kam ins Gespräch, das ehemalige spanische Kulturzentrum in der Heinrichsstraße 15, das Gebäude in der Scharnhorststraße 4, das alte Katasteramtsgebäude in der Heinrichsstraße.

Mittlerweile stapeln sich die Exponate der Archäologen bis unters Dach. Doch die Zeiten sollen sich bessern. Das "alte Forsthaus" in der Michelsenstraße wird nicht mehr als Wohnhaus genutzt. Eine Sanierung wäre zu teuer, eine Vermietung ist wegen des großen Wohnraumangebots in der Kreisstadt ohnehin schwierig. Weil das Haus gut 200 Jahre alt ist und unter Denkmalschutz steht, ist auch ein Verkauf problematisch. Für bis zu 100.000 Mark will die Stadt das Objekt jetzt für die "Archäologen" herrichten. Der Verein soll das Gebäude wie bisher mietfrei nutzen dürfen und nur die Nebenkosten von zirka 360 bis 400 Mark monatlich tragen. Ein Angebot, dem der Vereinsvorstand zugestimmt hat.

Entstehen sollen Depot- und Verwaltungsräume, eine Bibliothek und ein Restaurationsraum - vor allem aber ein großer Ausstellungsbereich. Die Mitglieder planen, zu Beginn an drei Nachmittagen zu öffnen (zurzeit ist nur donnderstags nachmittags geöffnet). Wenig Aussicht besteht vorläufig darauf, dass die Einrichtung auch an Wochenenden die Pforten öffnet. Denn der Verein arbeitet nur mit ehrenamtlichen Helfern.

WZ-LOGO.GIF (2658 Byte)