Das erste Fallingbosteler Museum soll im Mai eröffnen

„Ja, wir wollen es Museum nennen“: Ernst-Joachim Lübkert, Vorsitzender der Archäologischen Arbeitsgemeinschaft Soltau-Fallingbostel e.V., wagt sich mittlerweile an diesen Begriff heran. Grund: Der „Ausstellungsraum“, der im neuen Domizil in der Michelsenstraße 1 entsteht, erfüllt alle Kriterien für ein „echtes“ Museum. Im Mai 2002 soll die Einrichtung eröffnen. Über den Stand der Dinge erkundigte sich die Fallingbosteler CDU-Fraktion bei einem Lokaltermin am Donnerstag.

[Fallingbostel.] Für rund 100.000 Mark hat die Stadt als Gebäude-Eigentümerin das ehemalige Forsthaus saniert und umgebaut. Die Arbeitsgemeinschaft darf das Haus mietfrei nutzen, muss nur verbrauchsabhängige Nebenkosten zahlen. Seit Mai dieses Jahres arbeiten gut 20 der insgesamt 80 Vereinsmitglieder intensiv an Ausbau und Gestaltung des neuen Domizils.

Der „Teufel“ steckt wie so oft im Detail: So haben drei Freiwillige einen ganzen Monat lang das freigelegte Fachwerk im Innenbereich geschliffen und gestrichen. Denn aus dem „rauhen und rubbeligen“ Holz ragten kleine Splitter, erläuterte Lübkert den Politikern. „Und daran sollen sich unsere Besucher natürlich nicht verletzten“.

In der Zwischenzeit ist es dem Verein gelungen, nagelneue Vitrinen zu einem günstigen Preis anzuschaffen. „Wir sind bemüht, die Ausstellung den allgemeinen Ansprüchen anzupassen“, führte der Vorsitzende aus. Die Exponate sollen „nicht einfach so hingestellt“ werden.

Die Mischung macht's: Das Haus ist um 1650 entstanden und gilt als ältestes Gebäude der heutigen Kreisstadt. Es liegt außerdem zentral, wirkt durch Fachwerk außen und innen ansprechend und lockt vor allem mit spannenden Zeugen vergangener Zeiten. Nicht nur die berühmte „Fallingbosteler Braut“, auch ein acht Meter langes 450 Jahre altes Holzboot sowie viele andere spannende Exponate verraten mehr über die Geschichte der Region.

Der Verein sucht übrigens dringend Helfer und Mitglieder. Informationen gibt es beim Vorsitzenden Ernst-Joachim Lübkert.

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