Vermeintliche Sandkuhle war ein Hügelgrab

Erste Urnenteile bereits abgetragen / Kreis-Archäologe ließ jetzt Zaun und Schild aufstellen

Denn sie wussten nicht, was sie tun – nur so lässt sich wohl erklären, dass in einem Wald bei Bothmer ein Hügelgrab als Sandkuhle genutzt und langsam aber sicher abgetragen wurde. Der Kreisbeauftragte für archäologische Denkmalpflege, Wilhelm Meyer, hat jetzt die Notbremse gezogen: Mit Helfern der Archäologischen Arbeitsgemeinschaft wurden in einer Eilaktion Schild und Zaun aufgestellt.

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[Bothmer.] Schaufel für Schaufel wurde es kleiner, das Hügelgrab im Bothmerschen Wald. Jene Dorfbewohner, die sich aus der vermeintlichen "Sandkuhle" seit Jahren bedienten, hatten keine Ahnung, dass sie auf diese Weise schon so manche Urne mit in den heimischen Garten gebracht haben. "Einige Teile sind so schon abgetragen worden. Aber diese Grabhügel sind im Wald auf alte Dünen aufgesetzt worden. Daher sind sie nur schwer zu erkennen", zeigt Kreis-Archäologe Wilhelm Meyer Verständnis für die unwissenden "Grabräuber".

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