Bronzeschwert auf Flohmarkt aufgetaucht
3100 Jahre alte Waffe aus einem Kroger Grabhügel jetzt im Archäologischen Museum

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Wilhelm Meyer und der Bomlitzer Bürgermeister Michael Lebid

Bad Fallingbostel / Bomlitz. Über 3100 Jahre nach seiner Niederlegung in einem Grabhügel eines bronzezeitlichen Kriegers in der Nähe des heutigen Kroge ist ein Bronzeschwert nun endgültig wieder in seine Heimat zurückgekehrt. Mit Hilfe der Gemeinde Bomlitz konnte Wilhelm Meyer, der Kreisbeauftragte für Archäologische Denkmalpflege, die kleine Waffe stolz der Öffentlichkeit präsentieren. Das Schwert wird in die Sammlung des Archäologischen Museums in Bad Fallingbostel aufgenommen.

Bad Fallingbostel (rh). Viele glückliche Zufälle, aber auch Hartnäckigkeit und sicheres Gespür haben dazu geführt, die bronzezeitliche Waffe für die Nachwelt zu retten. Sie besitzt einen sehr hohen ideellen Wert, und nach Schätzung gibt es von ihrer Art nur noch etwa 20 in Niedersachsen.

Das Schwert wurde vor 127 Jahren bei der Einebnung des Grabhügels entdeckt. Das geht aus einer Fachzeitschrift aus dem Jahr 1935 hervor. Ein weiteres Schwert aus dem Grab und ein Keramikgefäß wurden bis kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs in einer Sammlung in Lüneburg verwahrt. Das jetzt wiedergefundende Schwert kam dann nach Walsrode, um im Geschäftszimmer des Kreisbauernführers ausgestellt zu werden. Von dort verliert sich seine Spur.

Das Schwert tauchte dann wieder auf einem Flohmarkt in Schneverdingen auf, von wo es nach Harburg kam und durch Zufall Wissenschaftlern auffiel. Von ihnen stammte auch der Tipp, und mit finanzieller Hilfe der Gemeinde Bomlitz ist es jetzt gelungen, die historische Waffe dorthin zu bringen, wo sie auch hingehört: Ins Museum der Archäologischen Arbeitsgemeinschaft nach Bad Fallingbostel.

Da bislang nur dieses Schwert wieder aufgetaucht ist, fragt sich Kreisbeauftragter Wilhelm Meyer, wo sich die anderen Bronzefunde befinden und bittet insbesondere Flohmarktbesucher, die Augen besonders offen zu halten. "Wenn Fragen sind, stehen wir gerne zur Verfügung", so Meyer.

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